Evangelische Kirchengemeinde Rechtenbach

Monatsspruch April

Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich. (1. Korinther 15,42)

In Krisenzeiten wie diesen spüren wir verstärkt die Vergänglichkeit des Lebens. Fragen, Sorgen und Ängste melden sich. Die verordnete Distanz und Untätigkeit schaffen bei vielen Menschen zusätzlich ein Gefühl von Einsamkeit und Verlassensein. Dazu kommen existentielle Nöte und Zukunftsängste.

Es gibt viele unterschiedliche Angebote, die Möglichkeiten aufzeigen, wie es gelingen kann, dennoch einander nahe zu sein, sich miteinander verbunden zu wissen und sich füreinander stark zu machen. Ein Grund für Dank und Freude.

Gegenseitige Seelsorge ist wichtiger denn je. Wir brauchen ein Gegenüber, das zuhört, mitfühlt, Trost und Zuversicht schenkt und an die Hoffnung erinnert, die wir durch unseren lebendigen Gott haben.

Das Gebet ist eine wunderbare Kraftquelle auch im Alltag. Im Beten wissen wir uns nicht nur gemeinsam vor Gott und unter seinen Segen gestellt, sondern können auch unseren eigenen Gefühlen und Gedanken Raum geben, weil wir ein Gegenüber haben, das uns hört und versteht und immer für uns da ist. Beten tut gut. Beten entlastet. Beten hilft, zu einer inneren Ruhe und Gelassenheit zu finden, weil ich darauf vertrauen kann: Ich kann nicht tiefer fallen, als nur in Gottes Hand, die er zum Heil uns allen, barmherzig ausgespannt.
(Arno Pötzsch)

Die Osterzeit lädt ein, Gottes wunderbares Tun zu besingen und die Osterfreude mit möglichst vielen Menschen zu teilen. Denn: Wir feiern die Auferstehung Jesu Christi von den Toten und die Verheißung neuen Lebens.
In diesem Jahr wurde das Osterfest für Viele ganz anders als gewohnt. Keine Besuche bei Familienangehörigen, keine Teilnahme an öffentlichen Feiern und Gottesdiensten. Aber dennoch gab und gibt es viele Möglichkeiten, mit einander verbunden zu sein.

Ostergebet

Christus,
weil du auferstanden bist, bist du der Lebendige.
Voll tiefer Erwartung halten wir uns an dich.
Du gehst mit uns auf unserem Weg,
am Morgen und am Abend –
am Sonntag und am Werktag –
dann, wenn wir uns gut fühlen,
und auch dann, wenn es uns nicht gut geht.
Wir danken dir.

Jesus Christus,
du hilfst uns vom Zweifel zum Glauben,
von der Besorgnis zum Vertrauen,
vom Tod zum Leben.
Dass du da bist, selbst in unseren Dunkelheiten,
dass du zu uns kommst, auch wenn wir uns zurückziehen
und vor allem verschließen, das macht uns froh.
Wir danken dir.

Auferstandener Christus,
staunend nehmen wir es wahr, dass du es uns zutraust,
dass wir deine Boten und Botinnen sind.
Wir bitten dich: lass uns fröhlich und getrost
deine Botschaft in die Welt tragen.
Rüste uns aus mit deiner Kraft
und sende auch uns deinen Frieden.
Amen.

Gottes wunderbares Tun in Jesus Christus übersteigt all unsere Vorstellungskraft und ist gerade deshalb geeignet, Mut und Hoffnung zu schenken.
Beides brauchen wir für unser Leben im Alltag dieser Welt.
Unser Glaube an Gottes lebensschaffende Kraft, die immer neu Möglichkeiten eröffnet und Wege aufzeigt, erfüllt auch und gerade in schweren Zeiten und dunklen Stunden mit Freude, Hoffnung und Trost.

Die österliche Freudenzeit, die noch bis Pfingsten reicht, lädt ein, den Spuren des neuen Lebens, das Gott schenkt, Schritt für Schritt nachzuspüren.
Der kommende Sonntag trägt den Namen Quasimodogeniti, d.h. übersetzt „wie neu geboren“.
Petrus 1,3 gibt dem Sonntag seinen Namen. Dort heißt es: Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.

Bestimmt erinnern Sie sich – auch auf dem Weg durch die vergangenen Wochen und an den Feiertagen – an Augenblicke, die Freude, Trost und Zuversicht schenkten, an kleine Zeichen der Verbundenheit und Solidarität, die neuen Mut und neue Kraft freisetzten und dazu beitragen konnten, sich wie neu geboren zu fühlen, erfüllt mit neuer Energie, großem Tatendrang und einer Zuversicht, um die Sie andere beneiden.

Weil Gottesdienste weiterhin nicht in der gewohnten Weise stattfinden können, behalten wir unser bewährtes Angebot für die nächste Zeit bei: Um die gottesdienstliche Verbundenheit dennoch zu ermöglichen, läuten wir zu den im Gemeindebrief angegeben Gottesdienstzeiten und laden unsere Gemeindeglieder zu persönlicher Andacht und Gebet zu Hause ein.

An dieser Stelle finden Interessierte einen Hinweis auf die Lesungstexte des jeweiligen Sonntags, passende Lieder und einen Gebetsvorschlag.
Hierzu verweisen wir auch auf den Liturgischen Kalender im Evangelischen Gesangbuch, ab S. 1491.
Für den ersten Sonntag nach Ostern, Quasimodogeniti, sind Texte vorgegeben, in denen einzelne Menschen ihre persönlichen Erfahrungen mit Gottes lebensschaffender Kraft staunend, lobend und dankend zum Ausdruck bringen.
Als Psalmlesung ist Psalm 116,1-9.12-14 vorgesehen.
Die Alttestamentliche Lesung, die zugleich Predigttext ist, steht geschrieben bei Jesaja 40,26-31.
Die Epistel, aus der auch der Wochenspruch entnommen ist, steht in 1. Petrus 1,3-9 und führt uns die lebendige Hoffnung vor Augen, die wir durch Christi Auferstehung haben und lässt uns erahnen, was Gottes Güte für uns noch alles bereithält.
Das Evangelium folgt Johannes 20,19-20+24-29 und zeigt, wie schwer es manchmal sein kann, den Glauben zu wagen ohne Zeichen und Beweise.
Jesus aber macht Mut. Er verheißt: Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.

Liedvorschläge: 561 „Jesus, unser Trost und Leben“,
317 „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“,
164 „Jesu, stärke deine Kinder“

Gebet: Herr, unser Gott, wir brauchen deine tröstliche Zusage, dass du über uns wachst und uns die Kraft gibst, die wir brauchen für die Aufgaben und Herausforderungen, die das Leben in dieser Welt an uns stellen. Du schenkst uns das Leben und traust uns viel zu. Wenn wir scheitern oder fallen, fängst uns auf und stellst uns wieder auf die Füße. Du verleihst uns Flügel und eröffnest uns neue Perspektiven. Du schenkst Leben und Lebensmöglichkeiten hier und in Ewigkeit. Amen.

 

Wichtiger Hinweis unseres Präses Manfred Rekowski:

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Geschwister,

ich komme auf das Thema Kollekte zu sprechen. Es liegt mir sehr am Herzen, weil hier Nächstenliebe konkret wird.
50.000 bis 70.000 Euro gehen an einem gewöhnlichen Sonntag in den Gottesdiensten an Kollekten ein – Gelder, die die Projekte, für die gesammelt wird, fest eingeplant haben. Nun, da die Gottesdienste in unseren Kirchen abgesagt sind, bleiben auch die Klingelbeutel im Schrank. Mit verheerenden Folgen für die Projekte: Ihnen brechen die Finanzmittel, die sie durch die Kollekten erwarten konnten, weg.
Deswegen ist die Online-Kollekte so wichtig. Mit dem digitalen Klingelbeutel ist sie ganz einfach möglich. Und sie geht zudem zu jeder Zeit.
In Kooperation mit der KD-Bank haben wir jetzt auch die Möglichkeit geschaffen, per PayPal oder Kreditkarte zu zahlen.
Nutzen Sie den digitalen Klingelbeutel. Informieren Sie sich über www.ekir.de und nutzen Sie die Online-Kollekte auf www.ekir.de/klingelbeutel
Denn die Kollekte gehört zum Glauben.

Ihr Manfred Rekowski
Präses der Ev. Kirche im Rheinland

 

Weil auch Kollekten und Spenden zum Glauben dazugehören als eine konkrete Form der Nächstenliebe und Solidarität, können Sie die Möglichkeit der Online-Kollekte auf www.ekir.de/klingelbeutel nutzen.

Möchten Sie Ihre eigene Kirchengemeinde z.B. bei der anstehenden Orgelsanierung in Klein-Rechtenbach unterstützen, nutzen Sie gerne folgende Kontoverbindung:
Ev. Kirchenamt Wetzlar
IBAN: DE10515500350002092047
Zweck: SoPo Orgelsanierung Kirche Klein-Rechtenbach

Vielen Dank!

 

Im Gebet wissen wir uns mit Gott verbunden und zugleich mit den Menschen dieser Welt in ihrer Freude und ihren Sorgen.
Daraus erwächst die eigene Verantwortung für unser Tun und Lassen.
Folgende zwei Gebete möchten das zum Ausdruck bringen:

Wir sehnen uns, Gott, nach deinem Wort,
das uns Kraft gibt,
wir sehnen uns nach der Fülle des Lebens,
dass wir lachen können, singen und tanzen
in den Stunden der Freude und des Gelingens;
dass wir den langen Atem bekommen
in den Stunden der Öde und Leere;
dass wir Trost finden und Hoffnung wächst
in den Stunden der Trauer und Verzweiflung.
Danach sehnen wir uns,
du Gott unserer Mütter und Väter,
du Gott auch für uns:
Nach deiner Gerechtigkeit, die uns Vertrauen gibt und Mut zum Leben,
dass wir uns und andere nicht überfordern mit unseren Erwartungen,
dass wir uns an- und miteinander freuen können,
dass wir miteinander wachsen und reifen an den Aufgaben und Herausforderungen
des Lebens und Glaubens.
Amen.

Wir danken dir, Gott,
dass du uns tröstest wie eine Mutter,
dass du uns in deinen Armen hältst.
Hilf uns, dass wir da sein können
für die Menschen, die uns brauchen.
Dass wir da sind für Kranke und Trauernde.
Dass wir Zeit und offene Ohren haben für Menschen in Not.
Dass unsere Hände zupacken, wo sie gebraucht werden.
Wir danken dir, Gott,
dass du Frieden und Freude schenkst.
Lass uns diese Freude und diesen Frieden weitertragen in die Welt.
Wir danken dir, Gott,
dass du uns Hoffnung schenkst,
dass du uns begleitest wie eine gute Mutter, wie ein guter Vater.
Wir bitten dich, behalte uns im Blick,
so wie auch wir dich im Blick behalten wollen.
Lass uns nicht in die Irre gehen,
sondern auf dem Weg zu dir bleiben.
Amen.

Kommen Sie gut und möglichst gesund durch die vor uns liegende Zeit.

Gott behüte und segne Sie und Ihre Lieben.
Gott schenke Ihnen Stärke, Geduld und Gelassenheit für Ihren Weg.
Gott lasse Sie die Spuren des neuen Lebens und der vielfältigen Lebensmöglichkeiten neu wahrnehmen.

 

Impressum

Evangelische Kirchengemeinde Rechtenbach
Am Bauloh 11
D-35625 Hüttenberg-Rechtenbach
Tel: 06441-74770
Fax: 06441-72873
Mail: rechtenbach@ekir.de

 

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